Am Anfang war das Wasser. Und der Naturwissenschaftler Johannes Schnurr, der anhand einer Tropfbildmethode herausfand, in welch starkem Maße bereits Ende der 60er Jahre das Trinkwasser durch Waschmitteltenside verunreinigt war. Dies gab 1977 den Gründungsimpuls für die Firma Sonett – und die Idee des umweltfreundlichen Waschens im Baukastensystem war geboren. Sonett zählt damit zu den Pionieren für ökologische Wasch- und Reinigungsmittel. Ihre Produkte vertreibt sie mittlerweile weltweit in 43 Ländern, neben Europa auch nach Japan, Korea, Neuseeland, Russland, China und Indien. Rund 6,7 Millionen Umsatz verzeichnete sie 2011.

Sonett beschäftigt heute 42 Mitarbeiter, außerdem 24 behinderte Menschen in den Camphill Werkstätten Lehenhof, die in der Etikettierung und Abfüllung tätig sind. Dabei zählen Shareholder-value und Gewinnmaximierung nicht zum Vokabular – mit nachhaltigem Erfolg. Denn das Unternehmen versteht sich im besten Sinne als Gemeingut und will auch bewusst gemeinnützig wirken. „Nicht blindes Wachstum, sondern optimale Größe“, beschreibt Geschäftsführer Gerhard Heid die Philosophie des Unternehmens.

Der Betrieb gehört nicht den Chefs, sondern sich selbst

„Sonett ist kein Privateigentum. Die Firma gehört niemandem, außer sich selbst“, erläutert Beate Oberdorfer die Unternehmensstruktur. „Gewinne fließen wieder in den Betrieb zurück und in die Stiftung Sonett“, so die Geschäftsführerin. Sonett soll so stets von Menschen verantwortet und geführt werden, die dies auch können. „Persönlichkeitsentwicklung und betriebliche Anforderungen sind kein Gegensatz, sondern idealerweise identisch.“, sagt Gerhard Heid. Die Stiftung fördert gemeinnützige Initiativen beispielsweise im Bereich der Wasserforschung oder Entwicklung von alternativen Testmethoden zu Tierversuchen. „Der Erfolg unseres Unternehmens entsteht als Gemeinschaftswerk der Mitarbeiter – bei uns ist der Mensch kein ‚Produktionsfaktor’“, so Gerhard Heid.

Besondere Produktionsverfahren

„Mittel für Waschen und Reinigen, die das Wasser achten als Träger alles Lebendigen“ – dieser Philosophie fühlt sich Sonett seit der Gründung verpflichtet. Daher verfolgt Sonett eine einzigartige Produktionsweise. Sie verwenden verwirbeltes Wasser in der Produktion und rhythmisierte balsamische Essenzen, die in allen Produkten enthalten sind. Die balsamische Essenz wird in einem Oloidmischer in lemniskatischer, also in einer Acht-förmigen Bewegung rhythmisiert und in kleinen Mengen den fertigen Reinigungs- und Waschmitteln beigefügt. Diese Achter-Bewegung ist die idealisierte Mäanderfließbewegung des natürlichen Wasserlaufes. Abwasser, das beim Waschen zwangsläufig entsteht, soll auf diese Weise ein aufbauender Impuls zugeführt werden, der hilft das Wasser wieder zu renaturieren und in den Naturkreislauf einzugliedern.

Eine weitere spezielle Technik von Sonett ist der Einsatz von verwirbeltem Wasser in der gesamten Flüssigproduktion. Dieses Prozesswasser durchläuft eine Wirbelkette aus zwölf gläsernen Eiformen, in der sich je ein Edelstein befindet. So kann sich das Wasser wieder mit Energie aufladen. Die Wirbelbildung ist neben der Mäanderbewegung eine weitere Grundbewegung des Wassers, die beispielsweise in natürlichen Bachläufen zur Selbstreinigung des Wassers beiträgt. Die Produktionsweise von Sonett ist angelehnt an die biologisch-dynamische Landwirtschaftsweise von Demeter, die wie Sonett anthroposophisch geprägt ist. Auch Demeter-Landwirte arbeiten mit speziellen Präparaten und berücksichtigen bei ihrer Arbeit die kosmischen Rhythmen und Konstellationen.

Mehr Information zum Unternehmen und seinen speziellen Produktionsverfahren: Unternehmensvideo

Quelle: Sonett