Voll finanziert durch die Hansestadt, soll sie in der Ganztagsschule Fährstraße entstehen. Bereits zum August 2013 könnten die ersten Klassen unter waldorfpädagogischen Gesichtspunkten geführt werden und nach oben wachsen. Jedes Jahr kämen dann Waldorfklassen nach, so dass die Schule in 13 Jahren voll ausgebaut sein kann.

Die Eckpunkte dieser ungewöhnlichen Schulgründung werden derzeit gemeinsam von der Wilhelmsburger Waldorfinitiative und der Behörde für Schule und Berufsbildung erarbeitet. Die Interkulturelle Waldorfschule Hamburg-Wilhelmsburg bedeutet eine pädagogische Bereicherung der Hamburger Schullandschaft. Sie kann auf die ursprünglichen Gründungsintentionen der ersten Waldorfschule in Stuttgart von 1919 rekurrieren und im besten Sinne eine Schule für alle werden.

Die Interkulturelle Waldorfschule Hamburg-Wilhelmsburg in städtischer Trägerschaft ist als Kooperation zwischen dem Initiativkreis der Waldorfschule Wilhelmsburg, der Schulbehörde und dem bestehenden Kollegium in der Fährstraße geplant. Das Resultat heißt jedoch ausdrücklich nicht „Waldorfpädagogik light“ und ist kein beliebig austauschbarer Methodenbaustein innerhalb der Staatsschulpädagogik. Und es heißt schon gar nicht, dass die Schule sich angesichts staatlicher Sicherheiten von den Grundsätzen der Waldorfpädagogik distanzieren wird – diese zu pflegen soll ein besonderes Augenmerk gelten. Dennoch ist ausdrücklich eine Kooperation gewünscht, was sich auch an der Konzeption der Schule zeigen soll. Es werden Elemente aus beiden schulischen Konzeptionen aufgenommen werden.

Sicher ist, dass ein Schulversuch nötig ist, um die Ideen innerhalb des Regelschulsystems umzusetzen. Hierzu hat Senator Rabe seine Einwilligung gegeben. Die Details und die pädagogische Umsetzung wird das neu entstehende Kollegium entwickeln, das aus an der Waldorfpädagogik interessierten Kollegen der staatlichen Ganztagsschule Fährstraße und Waldorflehrern der Initiative bestehen wird.

(Überarbeitete Fassung des Textes; aktuelle Information siehe Meldung vom 20.08.2012)

Quelle: Interkulturelle Waldorfschule Wilhelmsburg