Mehr Feinkost als Bio-Supermarkt: Temma bietet auch einen Bistro im Laden. Foto: Temma

Mehr Feinkost als Bio-Supermarkt: Temma bietet auch einen Bistro im Laden. Foto: Temma

Mit einem Tante-Emma-Laden hat der Rewe-Ableger wenig gemeinsam, auch wenn sich der Name des Biomarkts von der ursprünglichen Bezeichnung für das Lädchen vom Lande ableiten soll. Statt staubigen Regalen, in denen sich Lebensmittel und Toilettenartikel stapeln, begrüßt einen bei Temma jedoch die duftende Theke mit Quiches und frischgebackenem Brot, häppchenweise zur Verkostung angeboten. Temma ist kein gewöhnlicher Biomarkt, auch wenn der regelmäßige Ökokonsument seine Produkte von Demeter, Sonnentor, Sonett und Co schnell wiedererkennt. Dass das gesamte Sortiment in Bio-Qualität ist, wird allerdings mehr beiläufig erwähnt. Stattdessen steht die Wohlfühlatmosphäre im Vordergrund. Vom appetitlich angerichteten Bistro im Eingansbereich über das auf Holzfässern präsentierte Weinsortiment bis zu den Schildern in Schnörkelschrift, die auch in einem italienischen Restaurant hängen könnten – der Laden ist durchdesignt und soll ganz offensichtlich eine Zielgruppe ansprechen, die sonst lieber zum Feinkostladen von nebenan geht als in den großen Supermarkt. Ob für diese Zielgruppe auch Bioprodukte wegen ihrer hochwertigen Qualität interessant sein können, will das Temma-Konzept wohl testen. „Alles isst natürlich“ lautet das Motto der von Rewe initiierten Kette, die vor anderthalb Jahren an den Start ging und die es mittlerweile in Frankfurt, Köln und Düsseldorf gibt. Ob sich Temma neben den etablierten und expliziten Bio-Supermarktketten halten wird – es wird sich zeigen.