Steiner-Ausstellung in Stuttgart

Eine durchweg positive Bilanz der Ausstellung „Kosmos Rudolf Steiner“ im Stuttgarter Kunstmuseum hat die Anthroposophische Gesellschaft in Deutschland gezogen, für die Stuttgart von jeher eine besondere Bedeutung hat. Die Ausstellung selbst fand nicht nur breiten medialen Widerhall und sprengte nicht nur Besucherrekorde. Auch das in Zusammenarbeit von Museumsleitung und Landesgesellschaft organisierte Rahmenprogramm fand breiten Zuspruch. „Öffentliche Aufmerksamkeit wie noch nie“, resümmierte Andreas Neider von der Redaktion der „Mitteilungen aus der anthroposophischen Arbeit in Deutschland“ den Erfolg der Ausstellung und bedankte sich ausdrücklich bei den Verantwortlichen des Museums. Auch in Stuttgart habe es eine so durchgehend positive Würdigung Steiners noch nicht gegeben.

Gleichzeitig beklagte der Redakteur des Mitgliederblattes auch einige „gravierende Vorfälle“ während der Veranstaltungen im Stuttgarter Kunstmuseum. So sei Aufsichtspersonal von fundamentalistischen Anthroposophen „aggressiv behandelt oder beschimpft“ worden. Vor einigen Veranstaltungen sei es aufgrund von Platzmangel sogar „zu regelrechten Ausschreitungen bis hin zu Handgreiflichkeiten gegen Museumsmitarbeiter“ gekommen, so Neider weiter. In der gleichen Ausgabe des Mitgliederblattes wird berichtet, dass während einer als Dialog geplanten Veranstaltung zwischen Tanzwissenschaften und Eurythmie die Salzburger Professorin Claudia Jeschke von örtlichen Eurythmie-Hooligans durch ostentatives Husten im Saal an ihren Ausführungen gehindert wurde. „Auf die irritierte Frage der Rednerin ‚Husten Sie mich von der Bühne?’ erklangen tatsächlich ein paar ‚Ja – aufhören“-Rufe“, so die Berichterstatterin.