Wie die Landesarbeitsgemeinschaft (LAG) der hessischen Waldorfschulen in einer Presse-Information mitteilte, bildet das neue Berechnungsverfahren ihrer Einschätzung nach die tatsächlichen, vollen Schulkosten so gut ab wie in keinem anderen Bundesland. Grundlage für die Novellierung sei die konstruktive Zusammenarbeit des Kultusministeriums mit der Arbeitsgemeinschaft der Schulen in freier Trägerschaft (AGFS) an einem Runden Tisch gewesen. Der Entwurf sieht vor, die Finanzhilfe für freie Schulträger schrittweise über zehn Jahre auf 85 Prozent aller staatlichen Schulkosten anzuheben. Die Förderschulen sollen 90 Prozent erhalten.

© Bund der Freien Waldorfschulen

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Das neue Berechnungsmodell erfasst erstmals die Schulkosten des Landes und der Kommunen nahezu vollständig. Das alte, aus dem Jahr 1972 stammende Berechnungsmodell hatte nicht alle Kosten abgebildet; zudem war die Unterfinanzierung durch verschieden hohe Beihilfen je nach Schulformen unterschiedlich stark. So deckten die Beihilfen bei vielen Förderschulen nur etwa die Hälfte der realen Kosten, während Grundschulen und Gymnasien eine Deckung von über 80 Prozent hatten. Das neue Modell gewährleistet, dass die bisher finanziell benachteiligten Förderschulen ab sofort eine deutliche bessere Finanzhilfe erhalten; ihre Steigerung ist mit jährlich vier Prozent doppelt so hoch wie die der anderen Schulformen. Für alle Schulformen ist die Besitzstandwahrung gesichert, eine Anpassung an die allgemeine Kostenentwicklung entsprechend der Beamtenbesoldung ist vorgesehen.

Quelle: LAG Hessen