Gute Nachricht für die Freien Schulen in Baden-Württemberg: Durch eine Novellierung des Gesetzes für Schulen in freier Trägerschaft soll deren finanzielle Ausstattung bis zum Jahr 2014 auf einen Kostendeckungsgrad von 80 Prozent erhöht werden. Für die Waldorfschulen ist das der erste Schritt zu einer gerechten Ersatzschulförderung. „Der lange politische Prozess und das Ringen um die 80 Prozent-Finanzierung trägt nun Früchte“, so Dr. Joachim Schwarte, Elternvertreter im Vorstand des Landesverbandes der Freien Waldorfschulen (LAG).

Positiv wird zudem bewertet, dass die Landesregierung mit den Verbänden der freien Schulträger Gespräche führen wird, um die Freien Schulen langfristig auf eine stabile und faire finanzielle Basis zu stellen. Den Freien Waldorfschulen in Baden-Württemberg ist es ein besonders wichtiges Anliegen, dass die Höhe des Schulgeldes nicht zu sozialer Auslese führt und eine angemessene Bezahlung der Lehrkräfte sichergestellt wird. „Der angestrebte Pakt mit dem Land kann uns unserem Ziel der Senkung der Schulgeldbeiträge und eine gerechtere Vergütung der Lehrkräfte näher bringen“, betonte Martin Laude, Lehrervertreter im Vorstand der LAG.

Auffällig sei, so die LAG in einer Pressemitteilung, dass die Landesregierung einen neuen Politikstil pflege, der zu einer bisher nicht gekannten Partnerschaft mit den Freien Schulen führen soll. Die 80 Prozent-Finanzierung auf der einen Seite und die Orientierung an transparenten Qualitätsmaßstäben auf der anderen Seite, seien erste Schritte zu dieser neuen Zusammenarbeit. In Baden-Württemberg besuchen im Schuljahr 2012/13 rund 24.000 Schüler die 58 Freien Waldorfschulen.

Mehr Information: www.waldorf-bw.de

Quelle: LAG Baden-Württemberg