Soeben erschienen

Hans Büchenbacher. Erinnerungen 1933-1949

Ein Anthroposoph mit jüdischen Wurzeln erlebt die Zeit des Nationalsozialismus.

buechenbacherHans Büchenbacher sah als Vorstandsmitglied der Anthroposophischen Gesellschaft in Deutschland bewusster als die meisten anderen Anthroposophen die Machtergreifung Hitlers schon früh als Weg in den Untergang.

In seinen nach dem Krieg verfassten „Erinnerungen“ kommentiert Büchenbacher schonungslos seine Beobachtungen und auch das Versagen der Anthroposophischen Gesellschaft einschließlich Teilen des Dornacher Vorstands angesichts des Nationalsozialismus.

Hans Büchenbacher, Offizier im Ersten Weltkrieg, von Rudolf Steiner zum Redner berufen, war Philosoph, Buchautor, Lehrer für Anthroposophie und u.a. Freund des in Auschwitz ermordeten Komponisten Viktor Ullmann. Er starb 1977 in der Schweiz.

Mit der wissenschaftlich edierten und ausführlich kommentierten Ausgabe macht der Mayer Info3 Verlag seine Erinnerungen fast 70 Jahre nach dem Ende des NS-Regimes erstmals öffentlich zugänglich.

Für die Herausgabe wurde der junge Religionswissenschaftler, Waldorf-Blogger und Info3-Autor Ansgar Martins gewonnen, der in ausführlichen Anhängen zu Büchenbachers Erinnerungen die Situation der Anthroposophie zwischen 1933 und 1945 in größere kultur- und gesellschaftspolitische Zusammenhänge einbettet.

Als Zeitdokument und kritische Hintergrundanalyse bildet das Buch eine wesentliche Ergänzung bisheriger Arbeiten über Anthroposophen in der Zeit des Nationalsozialismus.

Vor allem aber zeichnet diese Herausgabe das liebevolle Porträt eines vergessenen, feinsinnigen anthroposophischen Denkers und ist in Teilen auch eine Rehabilitierung dieses für seine weltanschaulichen Freunde oft unbequemen Zeitgenossen.

VERANSTALTUNG ZUM BUCH

Montag, 19. Mai 2014, 20 Uhr in Hannover
Hans Büchenbacher – Anthroposophen in der Zeit des Nationalsozialismus

Podiumsdiskussion aus Anlass der Neuerscheinung  mit dem Herausgeber Ansgar Martins, Frank Hörtreiter (Pfarrer der Christengemeinschaft), Arfst Wagner (Herausgeber von Dokumenten zur Geschichte der Anthroposophie in der NS-Zeit) und Dr. Jens Heisterkamp (Historiker, Info3-Chefredaktuer und Verleger). Moderation: Laura Krautkrämer (Info3-Journalistin)

Eintritt frei. Veranstaltungort: Die Christengemeinschaft, Ellernstraße 44, 30175 Hannover, Tel: 0511-816031

 

Hans Büchenbacher
Erinnerungen 1933-1949
Zugleich eine Studie der Anthroposophie im Nationalsozialismus
Mit Kommentaren und fünf Anhängen herausgegeben von Ansgar Martins
ISBN 978-3-95779-007-1
488 Seiten, Broschur, € 26,00

 

Hiermit bestelle ich
Exemplar(e) des Buches Hans Büchenbacher: Erinnerungen 1933-1949.

 

Ansgar Martins,
geboren 1991, studiert nach dem Besuch der Waldorfschule Religionsphilosophie, Soziologie und Geschichte in Frankfurt am Main und arbeitet dort als studentische Hilfskraft an der Martin Buber-Professur für jüdische Religionsphilosophie.