Mittlerweile sind sie weder aus dem kulturellen Leben der Stadt Kassel noch aus der Nachwuchsförderung des Bundes der Freien Waldorfschulen wegzudenken: Die Kasseler Jugendsymposien, veranstaltet vom Lehrerseminar für Waldorfpädagogik in Kassel. Zweimal jährlich reisen rund 250 Jugendliche aus ganz Deutschland extra dafür an, um intensiv an aktuellen Zeitfragen zu arbeiten.

Das 6. Kasseler Jugendsymposion findet vom 7. bis 10 Juni statt und liegt parallel zur Eröffnungsveranstaltung der dOCUMENTA (13), so dass die teilnehmenden Jugendlichen nicht nur gemeinsam die weltbekannte Kunstausstellung besuchen, sondern auch erleben werden, wie Kassel zur pulsierenden Metropole wird. Bereits im Dezember 2011 hatten sich die SchülerInnen im Rahmen des 5. Jugendsymposions zum Thema „Ästhetik“ eingehend auf das dOCUMENTA-Symposion vorbereitet.

Interdisziplinärer Ansatz rund ums Thema „Kulturen“

Auch dieses Mal wird der interdisziplinäre Charakter beibehalten. Auf dem Programm stehen etwa Vorträge über einen zeitgemäßen Kulturbegriff und Interkulturalität, auch im Rahmen der weltweiten waldorfpädagogischen Aktivitäten. Zu den Rednern gehören u.a. Aiman A. Mazyek (Vorsitzender des Zentralrates der Muslime in Deutschland), Nana Göbel (Vorstand Freunde der Erziehungskunst) und Prof. Dr. Jochen Krautz (Alanus Hochschule Alfter). Die Teilnehmer erwartet eine große Auswahl von philosophischen, historischen, literarischen und politischen Themen über künstlerisch-praktische Kurse bis hin zu Reflexionen über Qigong und asiatische Kultur oder Kultur und Kommunikation.

Special Guest: Arthur Zajonc

Ein besonderes Highlight stellt die Anwesenheit des Physikprofessors und spirituellen Lehrers Arthur Zajonc aus Amherst/Massachusetts dar, der als Direktor des Mind and Life Institutes schon in Konferenzen mit dem Dalai Lama wissenschaftliche, spirituelle und weltpolitische Themen diskutiert hat. Er hält einen Vortrag über eine sinnvolle Beziehung zwischen Wissenschaft, humanitären Werten und spirituellen Überzeugungen in einer Welt, die seiner Meinung nach an der Trennung von Wissen und Ethik, Wissenschaft und Religion, von empirisch Messbarem und subjektiver Erfahrung krankt. Im Rahmen eines Seminars mit 30 SchülerInnen sind dann intensive Gespräche über seine Arbeit mit dem Dalai Lama geplant.

Quelle: Pressemitteilung Bund der Freien Waldorfschulen