Für die geplante Interkulturelle Waldorfschule in Hamburg-Wilhelmsburg (Info3 berichtete) gibt es nun einen konkreten Aktionsplan. Das Kollegium der Ganztagsschule Fährstraße hat sich mehrheitlich dafür ausgesprochen, eine Kooperation mit der Initiative einzugehen und ab Sommer 2014 die besten Elemente der Waldorfpädagogik mit den Stärken der ihrer Schule zu verbinden. Der Senator für Schule und Berufsbildung der Freien und Hansestadt Hamburg, Ties Rabe, hatte bereits im August sein Einverständnis zu einem solchen Schulversuch in Wilhelmsburg gegeben.

Mitte September tauschten sich beide Kollegien einen ganzen Tag lang aus, organisiert hatte den Klausurtag die Hamburger Schulbehörde. Der Kennenlern-Tag zeigte schnell: Es gibt – neben manchem Unterschied – jede Menge Berührungspunkte. So ist es beiden pädagogischen Richtungen das Hauptanliegen, die Beziehung zum Kind in den Mittelpunkt des Unterrichts zu stellen. Die Lehrer aus der Fährstraße zeigten sich offen für die Anregungen, die Waldorfpädagogik in dieser Hinsicht bieten kann. Auch die ganzheitliche Herangehensweise sowie die herausragende Stellung der künstlerisch-handwerklichen Fächer kommt den Fährstraßen-Kollegen entgegen.

Nach der positiven Abstimmung soll nun eine Gruppe aus beiden Kollegien gebildet werden, die in Abstimmung mit den Gesamtgremien das Konzept erarbeiten wird. Ab Sommer 2014 sollen dann alle Kinder des ersten Jahrgangs (zur Zeit ist die Schule in der Fährstraße dreizügig, sie soll dann eventuell vierzügig werden) nach waldorfpädagogischen Gesichtspunkten unterrichtet werden. Jährlich soll ein Jahrgang nachwachsen, bis die Schule 12 bzw. 13 Klassen hat, wie alle anderen Waldorfschulen auch.

Mehr Information: www.waldorfwilhelmsburg.de

(Christine Leiste/-Red.)