Spenden für Aufbau-Projekt auf den Philippinen

“Koberwitz 1924” hilft biodynamisch auf den Philippinen

Seit acht Jahren arbeitet die Initiative "Koberwitz 1924" (eine Anspielung auf Gründungsort und -jahr der biodynamischen Landwirtschaft durch Rudolf Steiner) ehrenamtlich auf der philippinischen Insel Palawan und teils auch an anderen Orten der Philippinen. Durch die vielseitigen Impulse in Landwirtschaft, Ernährung, Heilkunde und Erziehung tragen die Projekte inzwischen zu einer deutlichen Verbesserung der Lebensbedingungen der ärmeren Bevölkerung bei. Mit-Initiator Walter Sigfried Hahn ist Info3 seit langem verbunden und so geben wir ihm und seinen Mitstreitern gerne Gelegenheit, hier für die weitere Unterstützung der Arbeit vor Ort zu werben. 

Mit-Initiatorin Dr. Grace Zozobrado-Hahn im Gespräch

Wir freuen uns, dass wir in den letzten ein bis zwei Jahren vermehrt Anfragen von Bürgermeistern, Verbänden und Einzelpersonen bekommen – es ist langsam bekannt geworden, dass wir vorausdenken und nachhaltige Lösungen anbieten können, wenn andere erst die Probleme sehen.

 

Ein Beispiel dafür ist die Verschmutzung des Wassers. Es gibt nur wenige Kläranlagen auf den Philippinen und den meisten Menschen ist es nicht bewusst, wie sie zur Verschmutzung des Wassers beitragen oder dass es überhaupt wichtig ist, Wasser zu schützen und rein zu halten. Unternehmen, die vom Gesetz zu Abwasser-Reinigung verpflichtet sind, umgehen diese zumeist durch Zahlungen an korrupte Beamte oder durch Strafzahlungen. Entsprechend stinken meist schon die kleinsten Rinnsale vor den Häusern, die dann zumeist bald ins Meer münden, wo sie mehr und mehr die für den Tourismus so wichtigen Strände verschmutzen.

Wir haben in unserem kleinen Bildungszentrum Seedhouse eine vorbildliche, einfach zu erstellende und ohne jeden Service auskommende biologische Kläranlage erstellt, deren Endresultat Trinkwasserqualität der obersten Kategorie ist. Wir haben – recht ungewöhnlich in diesen Breiten – Dachrinnen am Haus angebracht und sammeln das Wasser in einem Regenwassertank. Mit Hilfe einer Tröpfchenbewässerung wird damit in der Trockenzeit der Saatgarten bewässert – bei einer konventionellen Bewässerung würden wir ca. zehnmal so viel Wasser verbrauchen, und Wasser ist wegen des massiven Siedlungsdrucks in Puerto Princesa kostbar. Da das Seedhouse ein Bildungszentrum ist, sind alle Wasserzu- und Ableitungen sichtbar, so dass alles nachvollziehbar und verständlich ist und das Erlebnis nicht einfach ist, „das Wasser kommt aus der Leitung“. Nein, Wasser ist ein sensibles Element, das weltweit massiv verschmutzt und schlecht behandelt wird und wir können lernen, adäquat mit ihm umzugehen, wenn wir es bewusst wahrnehmen.

Leider nicht die Ausnahme, sondern die Regel: Abfälle werden ins Wasser geworfen

Warum tun wir das?

Die Philippinen sind Teil des Korallendreiecks, der reichsten Quelle von Leben auf dem ganzen Planeten. Das 7.000 Inseln zählende Land hat globale Bedeutung als Heimat für mehr als 39.000 Tier- und Pflanzenarten; von ihnen sind 6.800 endemisch und mehr als 700 von der Weltnaturschutzunion IUCN auf der Roten Liste der gefährdeten Arten geführt. 60 Prozent aller Arten auf Palawan, der drittgrössten Insel der Philippinen mit einem Archipel von allein 1.800 Inseln, sind endemisch. Diese Vielfalt ist massiv gefährdet durch das rapide Ansteigen des Tourismus, von Monokulturen (Ölpalme), Diebstahl wertvoller Species (China) und der Erwärmung des Planeten. Die Philippinen sind allgemein in einer schwierigen Lage wegen des andauernden Bevölkerungswachstum von 12 Millionen 1945 auf 106 Millionen 2017, wegen eines maroden Bildungssystems und etwa des aussterbenden Bauernberufs, ganz zu schweigen von der Politik.

Und was tun wir:

Wir haben in den vergangenen acht Jahren konstruktive Beiträge zu einer positiven Entwicklung geleistet und wollen diese in nächster Zukunft deutlich ausweiten. Unser Zugang ist zweifach: Förderung der Sinneswahrnehmung als komplementäre Bildung in allen Bildungs-, Ausbildungs- und Fortbildungsstufen und in der Freizeit. Und zugleich – und das ist weltweit einzigartig – ganz konkrete praktische Beispiele, wie sinnvoll mit Wasser (s.o.), Boden, Kindern, Gesundheit, Ernährung, Familienplanung u.a. umgegangen werden kann. Neben der Intensivierung der Arbeit in unserem kleinen Bildungszentrum Seedhouse streben wir den Bau eines neuen „Puerto View Cultural Center“ an. Auf einem zwei Hektar großen Grundstück auf der südlichen Seite der Puerto Princesa Bay haben wir mit den ersten Arbeiten begonnen.

Arbeit im Bildungszentrum: Grace erklärt wie die Kläranlage funktioniert

Was brauchen wir:

Nun brauchen wir Eure Beiträge, um damit große Schritte nach vorne zu tun. Beiträge können natürlich finanzieller Natur sein. Wir benötigen aber auch verschiedenste fachliche Hilfe vor Ort, Menschen die uns beim Fundraising, Öffentlichkeitsarbeit und bei allen mit Computer und Internet zusammenhängenden Arbeiten möglichst ehrenamtlich unterstützen.

Unsere momentanen Projekte:

Puerto View Cultural Center, ein 2ha-Grundstück im Barangay Luzviminda. Unser neues Zentrum soll in Zukunft alle unsere Aktivitäten bündeln. Es soll auf verschiedene Art Sammeln, Nutzung und Behandlung von Wasser und Abwasser zeigen, Gewinn und sparsamen Verbrauch von Sonnen- und Windenergie sowie eine tropische biologisch-dynamische Multilevel-Landwirtschaft mit Verarbeitungsbetrieben, die als Permakultur nach den Prinzipien des Regenwaldes aufgebaut ist. Das eingearbeitete Erfahrungsfeld zur Entfaltung der Sinne ist die Grundlage unserer Bildungs-, Ausbildungs- und künstlerischen Aktivitäten. Die Bearbeitung dieses Grundstücks haben wir begonnen mit einer gewissenhaften Inventarisierung aller indigenen und besonders schützenswerten Pflanzen und ihrer Kennzeichnung. Als weiteren Schritt haben wir bestimmte Wirtsbäume z.B. für die besonders gefährdeten weißen philippinischen Papageien (Katala) gepflanzt, danach Kokosnüsse, Bananen, Papayas und verschiedene Obstgehölze als obere beiden Levels des Multilevel-Farming (farm in the forest).

 Was wir für das Puerto View Cultural Center als nächstes benötigen:

– 3.000 Euro für das Bohren einer Quelle und Installation einer Solarpumpe.

– 9.000 Euro für Wiederaufbau und Ausstattung eines einfachen, stabilen traditionellen Hauses, das an anderer Stelle abgebaut werden musste.

– 9.000 Euro für den Bau eines ersten einfachen Wegenetzes und von Terrassen.

An Fachleuten brauchen wir Ingenieure, Handwerker, Gärtner, Marketingfachleute.

Was wir für das Seedhouse als nächstes benötigen:

3.000 Euro für den Bau von drei weiteren Erfahrungs-Stationen

4.000 Euro für Fertigstellung der Terrassierung und Bau von erosionsfreien Parkplätzen

1.500 Euro für das Erstellen einer sicheren und trockenen Spielfläche im Erfahrungsfeld

400 Euro für Politur und Wachsen des Seedhouse-Erdgeschosses sowie Gärtner und  Marketingfachleute.

Weitere Projekte: Tabing Ilog (Am Fluss), 1,25 Hektar am Bacungan River

Biologisch-Dynamischer Beispielbetrieb für Kleinbauern mit Kokosnüssen, Bananen, Papaya und Guyabano.

Beispielhafte Maßnahmen zum Gewässerschutz und zum Schutz vor Erosionen

Unterrichtseinheiten zum Thema Wasser in allen Schulen entlang des Bacungan River

Was wir für Tabing Ilog als nächstes benötigen:

1.000 Euro für den Unterricht in den Schulen

600 Euro für das ganze Jahr 2018 für landwirtschaftliche Hilfsarbeiten

Sulu View, ein 7,5 Hektar grosses Grundstück in den Bergen oberhalb Roxas, Palawan

5 Hektar Arboretum schützenswerter Bäume

2,5 Hektar Cashew und wild wachsender Galant (Alpinia Galanga)

Was für Sulu View als nächstes benötigen:

1.200 Euro für Schnitt- und Pflegemaßnahmen

Projekt Schleichkatzenkaffee

Schutz von Urwald und Schleichkatzen (Paradoxurus Hermaphroditus Philippinensis), Lehrgänge für die einheimische Bevölkerung in biol.-dyn. Landbau, ganzheitlicher Erziehung und Ernährung. Aufbau einer Bootstour als alternatives Einkommen. Der Kaffee ist in Europa als „Palawan Musang“ erhältlich bei unseren Partnern, der Dorfgemeinschaft Kehna bei Marburg.

Waldorf-Pädagogik, Anthroposophische Heilkunde u.a.

Notfallpädagogik, Unterstützung der Philippinischen Waldorf- und anderer Schulen, medizinische Bildung und Bau von Sinnes-Spielplätzen geschieht auf Nachfrage anderer Träger.

Mit allen guten Wünschen für die Advents- und Weihnachtszeit,

Walter Siegfried Hahn und Grace Zozobrado-Hahn – Puerto Princesa, Dezember 2017

 

Für Spendenbescheinigungen bitten wir, die komplette Post-Adresse auf der Überweisung anzugeben.

Für Deutschland:

Zukunftsstiftung Entwicklung bei der GLS-Treuhand e.V.

GLS Gemeinschaftsbank eG Bochum

IBAN:  DE05 430 609 67 0012 33 00 10

BIC:  GENODEM1GLS

Verwendungszweck:  Koberwitz-Palawan

 

Für die Schweiz:

Acacia, Basel

Freie Gemeinschaftsbank, Basel

IBAN: CH93 0839 2000 0040 0800 6

BIC: FRGGCHB1

Projetkvermerk: Kulturimpuls Philippinen

Kontakt: info@koberwitz1924.com

Mehr über unsere Arbeit auf unserer Seite www.koberwitz1924.com

 

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