Alljährlich werden an zahlreichen Waldorfschulen, in Gemeinden der Christengemeinschaft, auf Demeter-Höfen und in vielen anderen anthroposophischen Einrichtungen die Oberuferer Weihnachtspiele aufgeführt. Trotz des großen Publikums – die Spiele haben vermutlich jedes Jahr weltweit mehrere 10.000, vielleicht sogar über 100.000 Zuschauer und gehören somit zu den meistgesehenen und meistgespielten Stücken überhaupt! – haben die Oberuferer Weihnachtspiele außerhalb der Anthroposophie und besonders in der akademischen Literaturwissenschaft nicht sehr viel Aufmerksamkeit gefunden.

Nun sollen die Spiele im Rahmen eines germanistischen Forschungsprojektes untersucht werden. Mischa Wolfgang Weggen strebt darin eine möglichst umfassende Darstellung an, die sich den Weihnachtspielen sowohl mit textkritischen und historischen wie auch aufführungsgeschichtlichen und inhaltlich-interpretatorischen Fragen zuwendet. Dafür ist er auf Unterstützung angewiesen: Über die Jahre haben sich viele Menschen an vielen Orten sehr intensiv mit den Spielen auseinandergesetzt und einen wahren Schatz von Gedanken dazu gebildet – der dem Forscher leider oft nicht zugänglich ist, da die Manuskripte, Privatdrucke oder Artikel in Schulzeitschriften nicht katalogisiert und somit nicht über die Bibliotheken zu erreichen sind. Alle Menschen, die solches Material besitzen oder denen es zugänglich ist, werden deshalb gebeten, sich an die unten genannte Adresse zu wenden.

Welche Text- und Musikfassungen werden verwendet, welche Aufführungstraditionen haben sich herausgebildet – und an wie vielen Orten werden die Spiele überhaupt aufgeführt? Ein entsprechender Fragebogen wird auf Anfrage zugeschickt. Auch die Meinungen oder Erinnerungen derzeitiger wie ehemaliger Waldorfschüler wären sehr interessant – jedwedes Material ist willkommen. Besonders aussagekräftig wären Photos, die selbstverständlich ausschließlich Forschungszwecken dienen und in keinem Falle ohne ausdrückliche Zustimmung des Einsenders bzw. Rechteinhabers veröffentlicht werden.

Kontakt:
Mischa Wolfgang Weggen
oberufer@gmail.com