„Ich kann meinen Namen tanzen“ – dieser Running Gag in Sachen Waldorfschüler und Eurythmie zieht seit Anfang September noch einmal neue Kreise. Der Musiker Thomsen, deutschlandweit vor allem auf Festivals mit Elektro-Folk unterwegs, arbeitet an einem Video zu seinem Song „I Can Dance My Name“ und sucht dafür über seinen Blog tatkräftige Unterstützung in Form von selbst gedrehten Mini-Videos: „Wer hat Lust seinen Namen zu tanzen, vielleicht zu Hause, vor der Lieblingskneipe, auf der Skaterbahn, in Eurem Lieblingsumfeld, mit Freund, Freundin, Katze, Oma oder alleene, mit oder ohne Silvesterraketen, vielleicht verkleidet oder in Lieblingsklamotten, in Morphsuits oder oder oder …?“, heißt es dort.

Die Idee dazu kam dem Musiker, der mit bürgerlichem Namen Thomas Bauernschmitt heißt und als Dozent für Theater- und Medienwissenschaften an der Uni Erlangen arbeitet, als er ein T-Shirt mit der entsprechenden Aufschrift sah. „Das hat mich total inspiriert. Ich hab ein Lied darüber gemacht und dazu soll jetzt ein Video entstehen“, erzählt er. „Seit einigen Monaten tanze ich bei dem Song während meiner Live-Auftritte meinen Namen auf der Bühne. Das kam bei den Leuten gut an – viele wollten mitmachen und auch ihren Namen tanzen.“

Thomsen selbst war kein Waldorfschüler, beschäftigt sich aber seit einigen Jahren mit Rudolf Steiner und alternativen und nachhaltigen Lebensstilen. „Natürlich weiß ich, dass Eurythmie viel mehr ist, als seinen Namen zu tanzen“, erklärt er. „Ich habe da großen Respekt und will das keinesfalls veralbern.“ Bei seinen Auftritten orientiert der Musiker sich an Darstellungen des Eurythmie-Alphabets: „Ich bin mir nicht sicher, ob ich das immer alles richtig mache.“ Doch im Vordergrund steht bei allem Respekt die Freude an der Sache: „Ich sehe das Ganze als sehr charmante Sache an – eigentlich sollte doch jeder mal seinen Namen tanzen!“, meint der begeisterte Eurythmie-Autodidakt.

Die Resonanz auf seinen Aufruf ist bisher allerdings noch verhalten. Ein wenig Filmmaterial hat Thomsen in den letzten Monaten schon bei verschiedenen Festivalauftritten sammeln können. „Mein großer Traum wäre natürlich, neben den hoffentlich zahlreichen Einzel-Beiträgen für das Projekt auch eine Eurythmie-Gruppe aufzunehmen, die das Ganze künstlerisch gestaltet“, berichtet er. „Ich hab die Bilder schon im Kopf – mit einem entsprechenden Budget könnte ich da ein tolles Video realisieren.“ Vielleicht klappt das ja auch mit seinen bescheidenen Mitteln – bewegungsfreudige Mitstreiter sind jedenfalls jederzeit mit ihren Beiträgen willkommen.

Kontakt und mehr Information:
www.thomsenzone.com
www.facebook.com/thomsenzone