buechenbacher

Aus Anlass des Erscheinens der kommentierten Erinnerungen von Hans Büchenbacher, ehemaliges Vorstandsmitglied der Anthroposophischen Gesellschaft in Deutschland, findet in Dornach am 13. September 2014 eine Gedenkveranstaltung für den heute fast vergessenen Philosophen und Anthroposophen statt. Büchenbacher musste aufgrund seiner jüdischen Abstammung väterlicherseits seine Ämter zu Beginn der Nazi-Zeit in Deutschland aufgeben und emigrierte nach Dornach. Sowohl in Deutschland als auch in der Schweiz wurde er Zeuge von erschreckend unklaren Positionen von Anthroposophen gegenüber dem Nationalsozialismus bis hinauf in den Goetheanum-Vorstand.

Ansgar Martins, der wissenschaftliche Herausgeber der Erinnerungen, wird die Person Büchenbachers würdigen und einen Überblick der komplexen Lage geben, der sich dieser nazi-kritische Anthroposoph zu Beginn der NS-Herrschaft gegenüber sah. Dr. Klaus Hartmann erinnert an die Zusammenarbeit zwischen Hans Büchenbacher und Herbert Witzenmann in der Nachkriegszeit.

Umrahmt wird die Veranstaltung durch Klaviermusik von Viktor Ullmann, geboren 1898 in Teschen, ermordet 1944 in Auschwitz. Wolfgang von Dechend, Basel, wird unter anderem die 2. Klaviersonate op. 19 spielen, deren Widmung lautet: „Meinem verehrten Freunde Dr. Hans Büchenbacher“.

Ablauf:

15.00 Uhr Begrüßung

Dr. Jens Heisterkamp, Info3 Verlag, Frankfurt

Viktor Ullmann: 2. Klaviersonate op. 19 , Hans Büchenbacher gewidmet

Wolfgang von Dechend, Basel, Klavier

15.45 Uhr  Hans Büchenbacher und Herbert Witzenmann

Dr. Klaus Hartmann, Herbert Witzenmann-Zentrum Dornach

16.15 Uhr Anthroposophie nach dem Weltuntergang. Büchenbachers „Erinnerungen“ an den Nationalsozialismus.

Ansgar Martins, Frankfurt

17.00 Uhr Pause

17.30 Uhr Aussprache

18.30 Viktor Ullmann: Variationen und Fuge über ein hebräisches Volkslied, letzter Satz der 7. Klaviersonate

Wolfgang von Dechend, Basel, Klavier

Ort: Herbert Witzenmann-Zentrum, Rüttiweg 8, Dornach/Schweiz.

Freiwilliger Kostenbeitrag erbeten.