Woran denken wir, wenn wir das Wort „Terrorist“ hören? Ja, vermutlich an Männer mit Bart. So, wie wir uns eben Muslime vorstellen, über deren Selbstmordattentate die Medien fast täglich berichten. Falsch! Terroristen gibt’s ja auch bei der Eta, bei der IRA oder auch der RAF (auch wenn das inzwischen etwas her ist). Sogar bei den Juden (!) gab’s Terroristen (obwohl das noch etwas länger her ist und vor der Gründung des Staates Israel lag). Sie alle hatten jedenfalls keine Bärte – deshalb ist das Gehirnwäsche, wenn wir beim Stichwort „Terror“ an Männer mit Bärten denken – ertappt!

Der uns so auf die Sprünge hilft, heißt Daniele Ganser, zu sehen auf einem Youtube-Clip im Internet. Der Historiker aus der Schweiz ist gern gesehener Talk-Gast in eidgenössischen Talkshows, in Deutschland war er bisher nur bei Ken Jebsen und anderen Internet-Plattformen zu sehen. Von den Mainstream-Medien gemieden, von der akademischen Welt ausgegrenzt, dabei ist der gut aussehende Mann wirklich klug. Ein ehemaliger Waldorfschüler. Mutig. Und Humor hat er auch! Er stellt Fragen, nur Fragen, schließlich geht es darum, Tabus aufzubrechen, Denkgewohnheiten zu hinterfragen, die uns eingebläut wurden.

Nichts ist so wie es scheint!

Vielleicht saßen auch in den Flugzeugen des 11. September keine muslimischen Attentäter, ja, vielleicht waren es gar keine Flugzeuge, die die Türme zum Einsturz brachten – Fragen von Daniele Ganser, vielfach verbreitet im Netz. Und nach der Ermordung der Charly Hebdo-Redaktion in Paris – vielleicht waren auch das keine Muslime, die da „Allah ist groß“ riefen beim Sturm in die Büroräume. Wie kann es sein, dass die Täter so schnell identifiziert wurden – fragt Ganser. Er fragt nur. Wäre doch gelacht, wenn hier nicht wieder die CIA ihre Hände im Spiel hätte (oder der Mossad?).

Auch im Blick auf die Ukraine fragt er unbequem nach: War da nicht nur ein Regime gegen ein anderes ausgetauscht worden, wie bei einem Fußball-Match? Der Gag sitzt, wieder zu sehen bei Youtube von einer Veranstaltung in Berlin. Ein neuer Präsident, der „denen da oben“ besser passt, alles auf Linie zur EU? Wer weiß das schon so genau, niemand kennt sich da im Osten wirklich aus. Und sind auf Seiten der Ukraine im Krieg gegen Russland vielleicht sogar NATO-Truppen im Einsatz? Schließlich ist Ganser Spezialist für verdeckte Kriegsführung. Man wird doch noch fragen dürfen! Dass russische Soldatenmütter ihre gefallenen Söhne beklagen, die auf Seiten der Seperatisten eingesetzt wurden, dass man russisches Kriegsgerät in der Ostukraine identifiziert hat – alles zu offensichtlich. Und auf „Russia Today“ ja ganz anders interpretiert. „Nachrichten bewältigen“ titelte die Zeitschrift „Das Goetheanum“ ihre Ausgabe mit einem großen Ganser-Interview zum Thema. Bitte stets ausgewogen! Auch westliche Sender sind schließlich nicht besser als russische Propagandaorgane. Mainstream-Medien eben. Lügenpresse – wir kennen das. Gut, dass das jemand mal etwas gepflegter sagt. Sollten wir den nicht einladen – ans Goetheanum, an Waldorfschulen, in die Rudolf Steiner-Häuser, an die Wittener Uni? Fragen schadet doch nichts.