Von Barbara Messmer

Getragen wird das Projekt von den Organsiationen Mehr Demokratie, Omnibus für direkte Demokratie in Deutschland, Democracy International und Unternimm die Zukunft. Ein kleines Kernteam von fünf Menschen plant, die ganze Strecke von 675 Kilometern durchzuhalten; andere gesellen sich zeitweise oder auch spontan dazu, so dass in der Regel etwa zehn Wanderer zusammen kommen. Begleitet wird die Aktion von Veranstaltungen mit dem Omnibus für Direkte Demokratie. So sprechen etwa am 15. September in Magdeburg Götz Werner und Johannes Stüttgen zum Thema „Demokratie neu denken – der neue Arbeitsbegriff und das Grundrecht auf Einkommen“.

Ziel der engagierten Wanderer ist das Bundeskanzleramt in Berlin. Die letzte Etappe ist für Freitag, den 27. September geplant und soll mit möglichst vielen Menschen gemeinsam bestritten werden. Los geht’s um 12 Uhr auf dem Theodor-Heuss-Platz in Berlin-Charlottenburg, von dort aus geht es fünf Kilometer durch die Stadt bis zum Bundeskanzleramt. Dort wollen die Initiatoren ihre Forderung nach der Einführung einer bundesweiten Volksabstimmung unter anderem mit dem Aufschlagen ihrer Wanderstöcke unterstreichen – Vorbild dafür ist der „Steckli-Donnerstag“ im Kanton St. Gallen aus dem Jahre 1831: 600 Schweizer stampften damals so lange vor der Kantonsverwaltung mit Stöcken auf den Boden, bis ihnen ein Mitbestimmungsrecht eingeräumt wurde.

 

„Der Aufrechte Gang“ – Aufruf: Kommt nach Berlin am 27. September! from OMNIBUS on Vimeo.

 

Am Freitag, dem 4. Oktober übergeben die Aktivisten gemeinsam mit Mehr Demokratie e.V. 100.000 gesammelte Unterschriften für die bundesweite Volksabstimmung an die Koalitionsverhandlungen und den Deutschen Bundestag. Wanderlustige, die sich für die direkte Demokratie einsetzen wollen, können jederzeit mitgehen. Aktuelle Berichte über die Aktion gibt es fortlaufend auf der Projekt-Website und dem Blog von Michael von der Lohe, dem Initiator der Aktion.

Informationen zur Wanderroute und zum begleitenden Programm:
www.der-aufrechte-gang.org