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Seit Ihrer Erfindung im 19. Jahrhundert blieb das Prinzip der Glühbirne über Generationen nahezu unverändert: in einem gläsernen Vakuum leuchtet ein Draht. So einfach das Prinzip, so uneffektiv die Leistung: über 90 Prozent der benötigten Energie soll in Form der abgestrahlten Wärme verlorengehen, rechnen Experten vor – wogegen Kritiker einwenden, dass es gesundes Licht nicht ohne Wärme gibt. Die EU jedenfalls verdrängte bekanntlich im Jahre 2012 die Glühbirne aus den Verkaufsregalen. Doch die stattdessen zwangsweise eingeführten, weitaus teureren Energiesparlampen bleiben unbeliebt: nervige Anlaufphasen, kaltes Licht, giftige Rückstände stören die Verbraucherinnen und Verbraucher. Viele haben deshalb Vorräte angelegt oder wissen sich die gute alte Glühbirne weiterhin im gut sortierten Fachhandel zu besorgen.

Forscher vom US-amerikanischen MIT kündigen indessen jetzt eine Erfindung an, die ein Comeback der guten alten Glühbirne einläuten könnte. Die ebenso einfache wie effektive Idee: eine innenliegende Beschichtung reflektiert die Wärmeabstrahlung zurück nach innen und versorgt den Glühdraht mit zusätzlicher Energie. Ähnliche Berichte sagen, dass neuartige Drahtbeschichtungen die ungewünschte Wärmeabstrahlung verhindern. Die neuen Glühbirnen sollen den Werten von Energiesparlampen sehr nahe kommen.

 

Dutschke

Interview: Krank durch Energiesparlampen?

Kurz vor der Einführung der Energiesparlampen führte die Zeitschrift Info3 mit dem anthroposophischen Leuchtendesigner und Lichtexperten Christoph Dutschke ein Interview, das wir seiner ungebrochenen Aktualität wegen hier noch einmal zugänglich machen.

Herr Dutschke, als Designer von goetheanistischen Lampen „drohen“ Sie auf Ihrer Website damit, niemandem mehr eine Lampe verkaufen zu wollen, der da eine Energiesparbirne hineinschrauben möchte. Was haben Sie gegen die beliebten Klima-Retter einzuwenden?

Christoph Dutschke: Meine Arbeit als Designer beschränkt sich ja nicht darauf, einen netten Lampenkörper zu entwerfen, sondern bezieht auch die Anwesenheit des Menschen ein, der sich im Licht dieser Lampe aufhält. Und da frage ich mich: Warum will der Kunde mein Design, wenn er dann so eine seltsame Funzel hineintut, das schließt sich doch gegenseitig aus.

Worauf genau beruht Ihre Skepsis?
Einer visuellen Anschauung stellt sich zunächst die Frage: Gefällt das Licht der Energiesparbirne oder ist das der Glühbirne doch besser? Hier gibt es einen auffälligen Umstand, der jenseits von Geschmacksfragen zum Nachdenken anregen sollte: Sämtliche öffentlichen Gebäude wie Schulen, Ämter, Banken und Kaufhäuser sind mit diesen Dingern ausgerüstet – Schaufenster aber nicht. Warum? Warum fast ausnahmslos nicht auch dort, wo das Licht am längsten brennt? Könnte es sein, dass Verkaufsstrategen sehr wohl wissen, dass das Licht von Energiesparbirnen kein Wohlgefühl erzeugen kann?
Es macht mich regelrecht einsam zu erleben, dass heute eine Institution wie Greenpeace die komplette Umstellung auf Energiesparlampen fordert, dass viele im anthroposophischen Umfeld da mitziehen und auch Waldorfschulen umstellen. Dabei liegt bereits genug Studienmaterial vor, damit ein gesundes Denken die Glühbirne fordern und die Energiesparbirne verbieten könnte.

Wo liegen denn Ihrer Ansicht nach konkrete Gefährdungen durch Energiesparlampen?

Dieses Licht löst im Körper krankhafte Reaktionen aus und steht im Verdacht die meisten Zivilisationserkrankungen zu begünstigen. Forschungen belegen klar die Zusammenhänge zwischen schweren Symptomen und hormonell bedingten Veränderungen im menschlichen Körper durch diese Lichtquelle. Die Energiesparbirne erzeugt Elektrosmog, ihre Strahlung ist toxisch und sie enthält Quecksilber, ihre Billig-Varianten sind radioaktiv, sie ist als Sondermüll zu entsorgen – und eine verlässliche Ökobilanz existiert nicht. Die gute alte Glühbirne ist dagegen nicht belastend, sondern wirkt vielen Symptomen sogar entgegen und ist förderlich für die Vermeidung von Krankheitszuständen. Sie ist das der Sonne ähnlichste Licht, was wir technisch haben. Es scheint, als ob man sich von der Sonne abwenden wollte. Ich meine, das ist eine sehr bedenkliche Entwicklung.

Aktuelle Hinweise von Christoph Dutschke zum Thema Glühbirnen finden Sie hier.

Informationen zu LED-Lampen finden Sie hier.

… und ein kostenloses Probeheft der Zeitschrift Info3 gibt’s hier.