Kugelspiel nach Nikolaus von Kues auf Schloss Freudenberg. Foto: Silke Mondovits

 

Adriaan Bekman, der im Hauptberuf Unternehmensberater im Rahmen des Instituts für Mensch und Organisation (IMO) ist, verfolgt im ersten Teil seines Buches das Motiv der Seele durch die Philosophiegeschichte hindurch von der Antike bis zur Gegenwart. Im zweiten Teil seines Buches geht es ihm aber vor allem darum zu zeigen, wie sich das Seelische der Mitarbeitenden in den von ihnen geschaffenen Institutionen und Unternehmen spiegelt und welche Gesichtspunkte sich daraus für eine moderne Auffassung von Führung ergeben.

 

 

Von links: Jens Heisterkamp, Adriaan Bekman, Alexander Schwedeler / Foto: S. Mondovits

Passend zu dem Motto „Seele ist nicht, Seele erscheint“ wählte Jens Heisterkamp seinen Ausgangspunkt bei dem Philosophen Franz Brentano, dessen Vorlesungen über die aristotelische Seelenlehre Ende des 19. Jahrhunderts in Wien von drei später prominenten Studenten gehört wurden: Sigmund Freud, Edmund Husserl und Rudolf Steiner.

 

 

Jens Heisterkamp / Foto: Silke Mondovits

Heisterkamp referierte über das Verständnis von Seele bei Aristoteles und darüber, wie Thomas von Aquin versuchte, herausgefordert durch die Aristoteles-Deutung des islamischen Philosophen Averroes, ein individualistisches Seelenverständnis zu begründen. Heisterkamp interpretierte Thomas als ersten modernen Denker, der das verkörperte Sein des Menschen ernst genommen und so einen Ausgangspunkt für den neuzeitlichen Individualismus gelegt habe.

 

 

 

Adriaan Bekman sorgt auch am Saxophon für Stimmung. Foto S. Mondovits

 

In einem zweiten Teil der Veranstaltung brachten Adriaan Bekman und Matthias Schenk vom Erfahrungsfeld Schloss Freudenberg mit musikalischen und szenischen Elementen die Teilnehmenden in seelische Bewegung.

 

 

 

 

 

 

 

Der Tag endete mit einem festlichen Essen im Gong-Saal des Schlosses.