Biene

Foto: Mellifera e.V.

Die seit Jahren rückläufigen Bienenpopulationen gefährden die Bestäubung und schaden somit erheblich der landwirtschaftlichen Produktion. Jean Michel Salles, Umwelt-Ökonom am Labor für theoretische und angewandte Wirtschaft in Montpellier, studiert die Gefahren dieser zurückgehenden Bestäubung auf die landwirtschaftliche Produktion. Rund drei Viertel aller Nutzpflanzen ist von der Bestäubung durch Bienen abhängig. In Teilen Chinas werden Nutzpflanzen bereits durch Arbeiter per Hand bestäubt. Der wirtschaftliche Wert des Verlustes durch ausbleibende Bienen-Bestäubung wird weltweit auf 150 Milliarden Euro geschätzt.

Die französischen Forscher wollen die Auswirkungen dieser Bedrohung auf das wirtschaftliche Versorgungssystem untersuchen und entwerfen zu diesem Zweck zwei Szenarien: Beim ersten Szenario ändert sich nichts und die Nahrungsmittelpreise steigen somit stark an. Beim zweiten Szenario werden die Verteilerstrukturen und die Produktion an die Nachfrage angepasst, die sich nicht verändern dürfte. Letzteres Modell ist wahrscheinlicher und wird einen gewissen Verlust an Produktqualität (verminderte Reinheit) nach sich ziehen.

Video mit Jean Michel Salles (in französischer Sprache)

Quelle: Wissenschaftsportal der französischen Botschaft in Deutschland